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NDS Wirtschaftsingenieur

Ausbildungsziel
Ausbildungsinhalt
Teilnehmerkreis
Voraussetzungen
Unterrichtstage
Ausbildungsdauer
Abschluss
Aufbaumöglichkeiten
Ausbildungsberatung
Anmeldung

 

 
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Die Erfahrung zeigt, dass für immer mehr Ingenieure Kaderpositionen einnehmen, bei welchen umfassende Kenntnisse wirtschaftlicher Zusammenhänge sowie Führungs-
wissen unerlässlich sind.

Die Absolventen des NDS beherrschen nach erfolgreichem Studienabschluss die wich-
tigsten betriebswirtschaftlichen Führungsinstrumente und sind fähig, diese fachmän-
nisch einzusetzen. NDS-Absolventen sind also prädestiniert, zum Beispiel als Produkt-
manager, Profitcenterleiter oder Geschäftsführer Kaderfunktionen zu übernehmen.

Der Lehrgang ist nach den von der Direktorenkonferenz der Ingenieurschulen DIS ver-
abschiedeten sog. DIS-Richtlinien aufgebaut und umfasst somit rund 800 Lektionen. Damit ist das NDS mit dem in Deutschland und Österreich längst bekannten Aufbau-
studium zum Wirtschaftsingenieur vergleichbar.

 
Ausbildungsinhalttop ^

Übergeordneter Führungsbereich

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
Grundbegriffe der Unternehmungslehre: Begriff, Ziele, Tätigkeit und Arten von Unterneh-
mungen; Unternehmungsplanung: Von der Vision zum Unternehmungskonzept; Unter-
nehmungskonzept mit leistungswirtschaftlichem, finanzwirtschaftlichem und sozialem Konzept. Grundzüge der Unternehmungsorganisation und des Personalwesens.

Rechtslehre
Rechtliche Grundbegriffe; Allgemeine Bestimmungen des OR; Besonderes Vertrags-
recht: Kaufvertrag und Grundformen der Verträge auf Arbeitsleistung; Firma, Handels-
register und kaufmännische Buchführung; Handelsgesellschaften und Genossenschaft; Grundzüge von Schuldbetreibung und Konkurs; Haftpflichtrecht.

Volkswirtschaftslehre
Wirtschaftskreislauf; Produktionsfaktoren; Inlandprodukt und Volkseinkommen; Geld-
wert: Index der Konsumentenpreise, Inflation und Deflation; Wirtschaftsentwicklung: Konjunkturschwankungen und Strukturwandel; Aussenwirtschaft und Währung; Wirt-
schaftliche Integration.

Unternehmung und Umwelt
Aufgaben und Ziele der Unternehmung; Internationalisierungsstrategien und Kooperation von Unternehmungen; das neue St. Galler Management-Modell; Anspruchsgruppen und Umweltsphären: technologische, ökonomische, soziale und ökologische Umweltsphäre.

Informatik
Anwendungs- und Einsatzgebiete, insbesondere von PC-Systemen und Netzwerken; Evaluierung von Informatikprojekten; Entwicklungstendenzen der Informatik.

Bereich Kommunikation

Arbeits- und Lerntechnik
Umgang mit der Zeit; Strategien für die Informationsaufnahme und -verarbeitung; Text-
verarbeitung: Lesen; Notizen machen; Prüfungen erfolgreich absolvieren; Stress.

Rhetorik
Grundelemente der Rhetorik; Gestik und Mimik; Rede- und Verhandlungstechnik; Vorbereitung und Durchführung einer Konferenz; Kurzvorträge; Präsentationstechnik; Kommunikation in verschiedenen Gesprächssituationen.

Präsentationstechnik
Bedeutung einer guten Präsentation; Hauptsünden bei einer Präsentation; Präsen-
tationsvorbereitung; Aufbau einer Präsentation; Präsentationshilfsmittel; Gestaltungs-
regeln für die Visualisierung; Checklisten.

Arbeitspsychologie
Einführung in die allgemeine Psychologie; Menschenkenntnisse; Charakter und Per-
sönlichkeit; Grundformen der Angst; Autonomie und Autorität; Mensch und Arbeit.

Bereich Betriebswirtschaft

Finanz- und Rechnungswesen
Einführung in die doppelte Buchhaltung; Warenverkehr; ausgewählte Jahresabschluss-
themen; Jahresabschluss bei ausgewählten Rechtsformen; Kontenrahmen und Kon-
tenplan; Budget und Liquiditätsplan; Mittelflussrechnung; Bilanz- und Erfolgsanalyse; Kalkulation in Handel und Produktion; Kostenrechnung, Voll- und Teilkostenrechnung, Normalkostenrechnung, Deckungsbeitragsrechnung; Nutzschwelle; Investitionsrech-
nungen.

Marketing, Werbung, Public Relations und Verkauf
Aufgaben des Marketings; Marketing als Teil der Unternehmungspolitik; Marktelemente und Marktsegmentierung; Marketingziele und -instrumente; Marktforschung; Marketing-Mix; Bestimmungsfaktoren der Preisgestaltung; Marktbearbeitung: Werbung, Verkauf, Verkaufsförderung, Public Relations; Phasen des Verkaufsprozesses.

Mitarbeiter- und Personalführung
Begriff Führung, sach- und mitarbeiterorientierte Führungsaufgaben, Führungsstile; Be-
dürfnisschichten nach Maslow; Motivationstheorie nach Herzberg; Einsatzmöglichkeiten der wichtigsten Führungstechniken; Entwicklungsphasen und -vorgänge in Gruppen; Verschiedene Arbeitsformen; Einführung und Instruktion neuer Mitarbeiter; Begriff, Ziel und Zweck der Mitarbeiterqualifikation; Qualifikationsgespräche; Lohnformen mit Bewer-
tungssystemen.

Methodenlehre, Organisation und Projektmanagement
Organisatorische Grundbegriffe; Organisationsanalyse; Organigramm und Funktionen-
diagramm; Aufgabenanalyse und Stellenbeschreibung; Aufbau- und Ablauforganisation; Problemlösungs- und Entscheidungsmethodik; Darstellung von Arbeitsabläufen; Pro-
grammablaufplan; Datenflussplan; Arbeitsablaufkarte; Netzpläne.

Unternehmenslogistik
Begriffe, Ziele, Funktionen und Organisation der Unternehmenslogistik; Grundlagen der Beschaffungspolitik; Beschaffungsmarktforschung; Preisbildung und -analyse; Lieferan-
tenbeurteilung; Bestellarten und -formen, Bestellmenge; Eingangskontrolle; Lagerbe-
wirtschaftung; Computerintegrierte Fertigung; Rationalisierung in Konstruktion, Planung und Fertigung; Materialfluss; Möglichkeiten, Grenzen und künftige Entwicklungen der technischen Informatik; Qualitätssicherung.

Einzeldiplomarbeit

Alle Teilnehmenden haben gegen Ende des NDS eine Einzeldiplomarbeit über ein aktu-
elles, unternehmensbezogenes Thema aus ihrer persönlichen beruflichen Praxis zu ver-
fassen.

 
Teilnehmerkreistop ^

Das NDS richtet sich an Ingenieure aller Fachrichtungen mit praktischer Berufser-
fahrung.

 
Voraussetzungentop ^

Für die Aufnahme werden vorausgesetzt
  • abgeschlossene Ingenieurausbildung (FH/ETH oder gleichwertiger Abschluss)
  • mindestens zwei Jahre Praxis nach Abschluss des Studiums (Ausnahme: Absol-
    venten einer berufsbegleitenden Ingenieurschule können das NDS unmittelbar nach dem FH-Abschluss beginnen)

 
Unterrichtstagetop ^

entweder
jeden Montag und Mittwoch, jeweils 18.45 bis 22.00 Uhr

oder
Dienstag und Donnerstag, jeweils 18.45 bis 22.00 Uhr

oder
Samstag, ganzer Tag

Aus organisatorischen Gründen können Abweichungen bei den Unterrichtstagen vorkommen.

 
Ausbildungsdauertop ^

Der Lehrgang beginnt jeweils im Frühling und im Herbst und dauert 3,5 Semester.

 
Abschlusstop ^

Alle Teilnehmenden haben gegen Ende des Lehrganges eine Einzeldiplomarbeit über ein aktuelles, unternehmensbezogenes Thema aus ihrer persönlichen beruflichen Praxis zu verfassen. Daneben sind schriftliche und mündliche Diplomprüfungen zum/zur Wirt-
schaftsingenieur/in K.M.Z.
zu bestehen.

 
Aufbaumöglichkeitentop ^

Das K.M.Z.-Aufbausystem gibt den Absolventen des NDS Betriebswirtschaft die Mög-
lichkeit, die Ausbildung mit der Vertiefungsrichtung Marketing und Verkauf um 1,5 Semester fortzusetzen. Falls die Voraussetzungen der staatlichen Ausbildungsregle-
mente erfüllt sind, kann die eidg. Berufsprüfung Marketingfachmann/frau oder Verkaufs-
fachmann/frau
bzw. die höhere Fachprüfung zum/zur eidg. dipl. Verkaufleiter/in absolviert werden.

Wer das Diplom als Wirtschaftsingenieur/in K.M.Z. erworben hat, kann mit einer Zu-
satzausbildung im Bereich Leadership (vor allem Sozialkompetenzen) die Grundlage für das erfolgreiche Bestehen einer anerkannten Führungsausbildung legen. Falls die Vor-
aussetzungen des staatlichen Ausbildungsreglements erfüllt sind, kann die eidgenös-
sische Berufsprüfung
abgelegt werden.

 
Ausbildungsberatungtop ^

Die Schulleitung des K.M.Z. ist kompetent, eine individuelle und umfassende Ausbil-
dungsberatung anzubieten, die für alle Interessentinnen und Interessenten unverbindlich und kostenlos ist.

Im Rahmen der Ausbildungsberatung können die persönlichen Ziele optimal mit den Fähigkeiten und Neigungen abgeglichen werden. Zudem können sowohl die Voraus-
setzungen für die Teilnahme am Lehrgang als auch die Voraussetzungen für die Zu-
lassung zu einer der erwähnten eidgenössischen Berufsprüfungen genau abgeklärt werden.

 
Anmeldungtop ^

Für die rechtsgültige Anmeldung stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
online-Anmeldung oder Post-Anmeldung